Der September ging für 7 unserer kenianischen run2gether Athleten mit sechs Bewerben in Europa und Asien zu Ende. Bei der GTWS stand der letzte Bewerb in China vor dem Finale Ende Oktober in Korea auf dem Programm. Ein ganz besonderer Staffelbewerb führte uns nach Deutschland und bei vier schnellen Straßenläufen in Italien waren wir ebenfalls vertreten.
Samstag26.9.26
Grüntenstafette, Kempten, Deutschland
Burgberg im Allgäu lud zur Grüntenstafette. Diese Staffel besteht aus 6 verschiedenen Bewerben, die jeweils laufend oder auf dem Rad bewältigt werden musste. Gestartet wurde mit einem Traillauf über 5,9 Km und 200 Hm, dann war das Rennrad mit Bergsprint 7,6 Km und 370 Hm an der Reihe, anschließend der Berglauf mit 3,5 km und 550 Hm, der Alpinlauf mit 2,1 Km, das Mountainbike mit 14,1 Km, 190 Hm positiven und 650 negativen Hm und zum Abschluss folgte noch ein 5 Km Straßenlauf.
Bereits 2025 waren wir eingeladen, das Team Sport Haschko zu verstärken. Dieses Jahr übernahm Raymond CHERUIYOT den Traillauf und damit den ersten Abschnitt. Mit 19:30 Minuten legte er gleich richtig vor, auch die fünf anderen Athleten aus dem Staffelteam blieben in ihren Disziplinen erfolgreich. Unter ihnen auch die Österreichische Rekordhalterin über 5 Km Lisa Redlinger. Am Ende erreichte das Team Sport Haschko, wie auch im Vorjahr einen beeindruckenden Sieg. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Staffelteam!



Memorial Bruno Lolli 5 Km, Italien
Ebenfalls am Samstag und bereits zum dritten Mal waren wir in Zola Pedrosa, nahe San Marino, zu Gast. Der Straßenlauf führte über schnelle 5 Runden à 1 km.
Linus Ndiritu NJUGUNA hatte bis jetzt bei zwei Bahnbewerben in Italien erste Wettkampfluft in Europa geschnuppert. Mit starken 13:55 setzte er sich über die 5 Km durch und konnte seinen ersten Sieg in Europa erreichen. Wir gratulieren herzlich!
Ergebnisse Memorial Bruno Lolli
Sonntag 27.9.26
Jinshanling Great Wall Trail Race, Chengde, China, GTWS
Eine ereignisreiche Woche hatten unsere vier Trailläufer in Asien. Nach dem kräfteraubenden, aber erfolgreichen Abschneiden beim Myoko Trail in Japan ging es schon früh in der vergangenen Woche weiter nach China. Ruth Mwihaki GITONGA, die zum ersten Mal in Asien dabei war, hatte bis jetzt schon viele Eindrücke zu verarbeiten. Patrick KIPNGENO, Philemon Ombogo KIRIAGO und Michael Selelo SAOLI waren schon China-erfahren, Patrick und Philemon kannten die Strecke vom letztjährigen Bewerb in Chengde. Das letzte Rennen der GTWS vor dem Finale in Südkorea Ende Oktober stellte, wie alle Destinationen auf der Serie viele herausfordernde Streckenabschnitte bereit. Der Jinshanling Great Wall Trail machte seinem Namen alle Ehre, den ca. 1/4 der Strecke führte die Teilnehmer auf die Chinesischen Mauer, die nicht nur extrem alt, sondern mit den Höhendifferenzen auf-, sowie abwärts und unterschiedlich hohen Stufen auch extrem schwierig zu laufen ist. Der restliche Teil hatte es dann auch noch in sich, denn es gab keine Abschnitte zum Ausruhen. Insgesamt hieß dies in Zahlen 23,1 Km und 1.667 Hm.
Der Großteil der Elitegruppe hatte die Strapazen von Japan noch in den Beinen, nur wenige Läufer mit „frischen“ Kräften waren direkt nach China angereist.






Wie üblich starteten die Damen 20 Minuten vor den Herren, um eine annähernd zeitgleiche Zielankunft zu ermöglichen. Im Damenrennen dominierten auf 2/3 der Strecke die Deutsche Gröber und die Kenianerin Kimutai, die direkt von Kenia angereist war. Lange Zeit sah es so aus, als würden sich die beiden den Sieg untereinander ausmachen. Doch als Kimutai, die auf der Chinesischen Mauer viel investiert hatte langsamer wurde, nützte Ruth ihre Chance an der 3. Position, ihre Landsfrau zu überholen. Ein Sturz von Gröber ermöglichte es ihr, auch diese Lücke zu schließen und die Führung zu übernehmen. Sie lief ein großartiges Rennen und feierte ihren ersten Sieg bei der GTWS. Ein emotionaler Moment, den sie sicher in Erinnerung behalten wird.
Das Rennen der Herren war nicht minder spannend. Der Schweizer Hadorn, im Vorjahr 3. hinter Patrick und Philemon, gab auf der ersten Hälfte des Rennens den Ton an. Saoli reihte sich dahinter ein, Patrick und Philemon blieben geduldig etwas dahinter. Eine kurze Schrecksekunde – Patrick stürzte auf der Mauer ein paar Stufen hinunter, Teamkollege Philemon zeigte großen Teamgeist und überzeugte sich, ob er Hilfe brauchte – konnte die beiden aber nicht abschrecken, sich nach der Mauer auf die Jagd nach vorne zu machen. Der Schweizer wurde von Saoli überholt, Patrick und Philemon schlossen auf. Im letzten ungnädig steilen Bergaufstück setzte sich Patrick vor Philemon und Saoli an die Spitze. Patrick zeigte keine Schwächen und hatte auch im letzten Downhill die stärksten Beine. Philemon musste ihn ziehen lassen und sicherte sich den 2. Platz. Am meisten hatte Saoli zu kämpfen, verlor seinen 3. Platz kurz vor dem Ziel wieder an Hadorn und belegte den 4. Rang. Ein großartiges Ergebnis für unser Team, das unseren Athleten nun eine sehr gute Ausgangsposition für das Finale in Südkorea gibt.



Photo Credit: ©GoldenTrailSeries® – Jinshangling Great Wall Trail Race – @ Koastal Forest
Fontaneto Agnolotto Half Marathon, Italien
Novara im Piemont, ca. 50 Km westlich von Mailand war der Austragungsort eines Halbmarathons, den wir schon 2025 mit unseren Athleten besuchten. Simon Kamau NJERI war einer von ihnen bei diesem Lauf, den er im vergangenen Jahr als 3. beendete. Letzten Sonntag war er der einzige Vertreter unseres Teams und war erst vor wenigen Tagen in Italien angekommen. Nach einigen Einsätzen im Frühsommer wird er sich nun ein paar Wochen in Varese aufhalten.
Sein Arbeitstag über 21,0975 Km verlief sehr erfreulich und erfolgreich, er konnte den Bewerb für sich entscheiden. Wir gratulieren!

Ergebnisse Fontaneto Agnolotto Halbmarathon
Stralugano, Schweiz
Bereits zum 11. Mal kamen wir an den Lugano See, die Siege in der Schweiz sind stets hart erkämpft. Obwohl Stephen Mwangi NJERI bereits die 4. Saison in unserem Team sehr erfolgreich läuft, kam er zum 1. Mal über den Halbmarathon zum Einsatz. Während die Gruppe der Spitzenläufer in der ersten Hälfte noch zusammenblieb, konnte sich Stephen sich auf den letzten 3 Km endgültig lösen und brachte einen überzeugenden Vorsprung von 33 Sekunden ins Ziel. Als Sahnehäubchen konnte er auch noch eine neue Bestleistung erreichen. Well done!!

Palio delle Porte 10 Km, Italien
Nach seinem 5 Km Erfolg vom Vortag gab es am Sonntag noch ein zweites Rennen für Linus Ndiritu NJUGUNA. In Martinengo in der Lombardei fand die 24. Ausgabe des Palio statt. Den schnellen Kurs kannten wir schon aus 2023 und 2025, den wir im vergangenen Jahr auch gewinnen konnten.
Es wurde ein ähnlich enges Rennen, wie 24 Stunden vorher. In starken 29:46 überquerte Linus vor seinem kenianischen Landsmann die Ziellinie, der zweite Sieg innerhalb von 24 Stunden! Wir freuen uns mit ihm!
Euer run2gether Team

