IATF, 12 Km und ein Halbmarathon

Ein sehr bunter Mix an sportlichen Herausforderungen und eine ebenso unterschiedliche Erfolgsbilanz charakterisierte das vergangenen Wochenende. Österreich, Italien und die USA waren die Austragungsländer und neun unserer Athleten die Protagonisten bei vier Bewerben.

IATF, Innsbruck Alpine Trailrun Festival, Österreich

Die Gegend rund um Innsbruck kannten zwei unserer erfahrensten Athleten Philaries Jeruto KISANG und Philemon Ombogo KIRIAGO von ihrer Teilnahme der WMTRC 2023, der Weltmeisterschaft der Berg- und Trailläufer, die unseren Läufern vor 3 Jahren eine Gold-, und zwei Silber, sowie 6 Teamgold-Medaillen einbrachte. Für Ruth Mwihaki GITONGA, Ephantus Mwangi NJERI und Richard Omaya ATUYA war das Gelände in Innsbruck neu, wobei Ruth und Richard als Vize-Weltmeister und Philemon als Weltmeister der letzten WMTRC 2025 in Spanien nach Innsbruck kamen. Rookie Ephantus hatte sich aufgrund seiner starken Ergebnisse im letzten Jahr für das IATF empfohlen. Seit seinem Sieg beim Großglockner Mountainrun und dem Top 10 Ergebnis bei der GTWS im Pitztal 2025 ergänzt er das Topteam.

Der Trail Hunt, das neue Format bei der IATF, schrieb seine eigene Geschichte. Das Elite-Rennen bestand aus zwei Rennen: dem Vertical (7,4 Km, 1.330 Hm) am Donnerstag und dem Verfolgungsrennen (23,9 Km, 1.450 Hm +/-) am Freitag. Gestartet wurde gemäß der Platzierung mit den Zeitabständen des Vortages. Die Führenden starteten als erstes, “gejagt” von ihren Verfolgern.

Donnerstag, Vertical, Innsbruck – Seegrube
Unser Quintett zeigte beim Vertical ein mannschaftlich starkes Ergebnis: Bei den Damen domintierte Ruth und nahm eine gute halbe Minute Vorsprung auf Hanna Kröber und knapp 2 Minuten auf Laura Hottenrott mit. Philaries als 4. mit 2 1/2 Minuten Rückstand auf Ruth, konnte leider nicht richtig mithalten, denn Uphill gilt eigentlich als ihre Stärke.
Bei den Herren wurde Richard seiner Favoritenrolle gerecht, er erreichte die Seegrube als Erster vor Ephantus, dem Italiener Daniel Pattis und vor Philemon auf der 4. Position. Die ersten Drei blieben innerhalb einer Minute, einem spannenden Rennen am Folgetag stand somit nichts mehr im Wege.

Freitag, Verfolgung, Innsbruck – Innsbruck
Das Motto des 2.Tages hieß „hunt or be hunted – jage oder werde gejagt“. Die Schnellsten starteten zuerst, die Verfolger:Innen wurden mit den Abständen des Vortages ins Rennen geschickt.
Im Damenrennen blieb Ruth bestimmend und baute ihren Vorsprung auf ihre Konkurrentinnen kontinuierlich aus. 6 Km vor dem Ziel betrug ihr Vorsprung gut 3 Minuten – der Sieg war angerichtet, denn es ging nur noch bergab. Eine falsche Abzweigung kurz vor dem Ziel reichte, um aus Sieg einen 4. Platz zu machen. Die Enttäuschung bei Ruth war ihr selbstverständlich ins Gesicht geschrieben. Philaries, bis vor dem letzten Downhill noch 4., ereilte eine Oberschenkelverletzung, die schließlich nur für Platz 10 reichte.
Bei den Herren wurde es ähnlich dramatisch. Ephantus setzte sich mit einer halben Minute Vorsprung auf Pattis ab. Kurz nach Km 18 verpasste er eine Abzweigung, kürzte ohne Absicht ab und erhielt eine 5 Minuten Penalty Strafe, die ihn den Sieg kostete. Es wurde für ihn der 2. Platz im Gesamtklassement. Richard erreichte Platz 3, Philemon blieb mit Platz 4 doch weit unter seinen Erwartungen.
Zweimal verlaufen, zweimal den Sieg vergeben. Eine ärgerliche und enttäuschende Bilanz, aber auch das ist Sport.

Samstag, K25, Mutters – Innsbruck
Daniel PEER, unser heimischer Trailrunner war über die 26,6 Km lange und mit 870 Hm bestückte Strecke gestartet. Auf seiner Heimstrecke ließ er trotz sehr warmen Temperaturen – der Startschuss erfolgte um 12:30 – nichts anbrennen und lief als 3. aufs Podium. Sehr stark, herzlichen Glückwunsch!

Ergebnisse IATF Trail Hunt

Stramilano, Halbmarathon, Italien

Es war bereits unsere 10. Teilnahme beim Stramilano. Schon fünf mal waren wir bisher über die Halbmarathondistanz erfolgreich, das Teilnehmerfeld ist für seine starken internationalen Läufer bekannt.
In diesem Jahr reisten wir mit Jedidah Chepkemoi SANG an. Unser Neuzugang im Damenteam überzeugte schon im März in Madrid, wo sie bei ihrem allerersten Bewerb in Europa mit 69:00 den zweiten Platz erreichte. In Mailand war Simon Kamau NJERI als Tempomacher zu ihrer Unterstützung abgestellt. Teamkollege Simon Thuku MUCHA war als Pacer für die Herrenspitze eingeteilt. Kamau führte Jedidah zu ihrem ersten Sieg auf europäischem Boden. In 1:10:04 überquerte sie als schnellste Dame die Ziellinie. Ein großartiger Erfolg für die jungen Läuferin!


Ergebnisse Stramilano

Bloomsday Run, Washington, USA

12 Km auf den Straßen von Spokane in den USA warteten am Sonntag auf Simon Mwangi WAITHIRA, der bereits 2025 beim Bloomsday Run im Bundesstaat Washington am Start war. Im vergangenen Jahr erreichte er Platz 4, ein Ergebnis, das er in diesem Jahr zur 50. Ausgabe gerne mit einem Podiumsplatz verbessern wollte. 
Bis gut 7 Km blieb die Spitzengruppe eng zusammen, ehe sich drei Läufer abzusetzen begannen. Diese Tempoverschärfung konnte Waihtira nicht mitgehen, so blieb am Ende mit 35:17 nur Platz 7. Damit blieb er eine halbe Minute über seiner Zeit vom letzten Jahr.

Ergebnisse Bloomday Run

Für unsere Trailläufer geht es nun wieder im WMRA Weltcup weiter, nächste Station sind zwei Bewerbe beim Transvulcania am kommenden Donnerstag und Samstag auf La Palma.

Euer run2gether Team

Weitere Beiträge

Photo Credit: Carlo Vicenzi, Podust.net

Wochenende auf der Straße

Die Pause unseres Berg- und Traillaufteams nützten unsere, in Italien stationierten Straßenläufer für 3 Klassiker. Von Varese, nahe Mailand reisten

Premiere, Rekorde und Doppelsieg

Nach ihrem Einsatz beim Innsbruck Alpine Trail Festival IATF vergangene Woche blieben Philemon Ombogo KIRIAGO, Ephantus Mwangi NJERI, Richard Omaya