Premiere, Rekorde und Doppelsieg

Nach ihrem Einsatz beim Innsbruck Alpine Trail Festival IATF vergangene Woche blieben Philemon Ombogo KIRIAGO, Ephantus Mwangi NJERI, Richard Omaya ATUYA, Philaries Jeruto KISANG und Ruth Mwihaki GITONGA noch ein paar Tage in Innsbruck, ehe sie am Mittwoch von München auf die Kanarischen Inseln reisten. Die Vulkaninsel La Palma ist der Austragungsort des Ultratrail-Events Transvulcania, in dessen Rahmen, nach Portugal und China, Station 4 und 5 des WMRA Weltcups ausgetragen wurde. Eine Premiere für die Weltcupläufer auf der waldreichen und felsige Insel, die als die steilste Insel der Welt gilt. Sie bietet ideales Terrain für die zwei Wertungskategorien “Uphill” und die erste “Long Distance” der neuen Saison. Für das wunderschöne Panorama, die diese Trailstrecken boten, hatten die Eliteläufer freilich kaum einen Blick übrig.

Transvulcania Vertical Uphill, La Palma, Spanien, WMRA Weltcup

7,3 Km und knapp 1.200 Hm mit dem Start auf Meereshöhe am Hafen von Tazacorte und dem Ziel am Torre de El Time warteten auf die Teilnehmer am Donnerstagabend. Durchgeführt wurde dieser Bewerb als Verfolgungsrennen, jeder lief gegen die Uhr, taktieren war somit nicht möglich. Die Athleten wurden in gestürzter Reihenfolge gemäß der Weltbestenliste ins Rennen geschickt.
Bei den Herren sollte Richard seiner Favoritenrolle gerecht werden. Schon beim Vertical in Innsbruck bestätigte er seine Uphill-Stärke, die er schon in der letzten Saison unter Beweis stellen konnte. Seine 45:01 waren nicht nur die schnellste Zeit an diesem Tag, sondern auch neuer Streckenrekord auf dieser schwierigen Strecke. Philemon blieb mit 47:33 zweieinhalb Minuten und damit doch deutlich hinter seinem Teamkollegen auf Platz 2. Ephantus verpasste nur um sechs Sekunden in 47:39 den zweiten Platz, er komplettierte das reine run2gether Podium mit dieser starken Leistung!

Bei den Damen erreichte Ruth in 58:00 das Ziel, dies bedeutete hinter der Kenianerin Njeru und der Britin Dickson schließlich Platz 3 in der Wertung. Nach ihrem Sieg beim Vertical in Innsbruck war dies ihre zweite starke Podiumsplatzierung. Leider schlecht lief es für Philaries, die aufgrund ihrer Verletzung zwar an den Start ging, das Rennen aber nicht beenden konnte. Für sie heißt es nun die Verletzung auszukurieren, sie wird in den nächsten Tagen zurück nach Kenia fliegen.

Transvulcania Halbmarathon, Long Distance, La Palma, Spanien, WMRA Weltcup

Nur einen Ruhetag gab es für die Läufer, die sich auf den zweiten Bewerb am Samstag vorbereiteten. Die Kategorie Langdistanz an diesem Tag bedeuteten 25 Km mit 2.100 Hm auf einer technisch sehr anspruchsvollen Strecke.
Die Temperaturen waren beim frühen Start um 7:30 Uhr Ortszeit beim Leuchtturm in Fuencaliente durchaus kühl. Bei Km 17 war der höchste Punkt auf 1.827 m Seehöhe erreicht. Dort war es windig und kalt, bevor es mit einem steilen Gegenanstieg nur mehr hinunter ins Ziel bei El Pilar ging.

Bei den Herren sollte erneut ein Dreikampf unserer Herren entfachen. Nach 7,5 Km führte Richard vor Philemon und Ephantus, die drei waren nur 15 Sekunden voneinander getrennt. Auch Ruth passierte diese Durchgangsstation als erste Frau, nur wenige Sekunden vor der starken Britin Dickson und der Kenianerin Njeru.
Am höchsten Punkt der Strecke betrug Richards Vorsprung auf seine Teamkollegen Philemon und Ephantus bereits mehr als 2 Minuten, die sich um den zweiten Platz matchten. Der Abstand nach hinten betrug eineinhalb Minuten für die letzten 8 Km. Komfortabel, aber kein Polster zum Ausruhen, denn der technisch anspruchsvolle Downhill lag noch vor ihnen. Auch Ruth behielt ihre Führung an dieser Versorgungsstelle, die ihren Vorsprung auf drei Minuten auf die Zweitplatzierte ausbauen konnte.
Bis zum Ziel sollten sich die Karten aber noch einmal neu mischen. Im Livestream war die dramatische Wendung um den Sieg bis zur Ziellinie nicht zu sehen, was wir allerdings sehen konnten, war der Ausfall von Ephantus, der mit der Kälte und einem überknöchelten Sprunggelenk kämpfte. Für ihn war das Rennen leider zu Ende. Vor ihm kam es zu einer kompletten Verschiebung der Platzierung. Philemon kam als Sieger mit neuem Streckenrekord ins Ziel, den er sich im Zielsprint vor dem Franzosen Felber sicherte. Richard musste sich mit dem 3. Platz begnügen, den er sich mit dem Schweden Hultegård ex aequo teilte.

Bei den Damen ließ Ruth keinen Zweifel zu, wer die schnellste werden sollte. Ebenfalls mit Streckenrekord führte sie unser Team zu einem Doppelsieg. Ein mehr als versöhnliches Ende ihrer Reise nach La Palma und eine eindeutige Rehabilitierung nach ihrem vergebenen Sieg in Innsbruck.
Was für eine tolle Teamleistung bei der Weltcup Premiere auf La Palma!

Ergebnisse Transvulcania

Photo Credit: Veranstalter Transvulcania

Placentia Halfmarathon, Piacenza, Italien

Weit müssen wir in unseren Ergebnislisten zurückblättern, um zu den Aufzeichnungen unseres ersten Starts in Piacenza zu gelangen. Seit 2014 sind wir, mit wenigen Ausnahmen, in der Emilia Romagna dabei. Die Streckenrekorde bei den Damen (1:09:27) und Herren (1:00:41) gehen auf unsere Athleten zurück und halten seit 2015.

Ein Trio mit einer Dame und zwei Herren war zum Halbmarathon angereist. Jedidah Chepkemoi SANG kam als Siegerin des Stramilano und Zweitplatzierte inklusive Pb von 69:00 von Madrid mit viel Selbstvertrauen zu diesem Rennen. Sie wurde wieder von Simon Kamau NJERI unterstützt, der als Tempomacher ausgezeichnete Arbeit leistet und eine große Hilfe für unsere schnellen Damen darstellt. Bei den Herren war Simon Thuku MUCHAI für uns am Start. 
Regen, kühle Temperaturen und Wind begrüßte die Teilnehmer am Start. Das Damenrennen sollte ein einsames für Jedidah werden, denn es fehlte an internationaler Konkurrenz. Umso wichtiger war die Begleitung von Kamau, der sie in 1:11:40 zum Sieg führte. Sechseinhalb Minuten betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierte.
Bei den Herren waren neben Thuku weitere Läufer aus Kenia, Burundi und starke Italiener in der Führungsgruppe. In der zweiten Hälfte setzte sich der spätere Sieger gemeinsam mit Thuku ein wenig ab. Im Finale hatte der Kenianer Kiptoo die Nase vorne, mit 1:03:01 wurde Thuku großartiger Zweiter.

Ergebnisse Placentia Half Marathon

Photo Credit: piacenzasera.it

5 Km Losa Experience, Arconate, Italien

Eine sehr kurze Anfahrt nach Arconate bei Mailand hatten Adams KIPROP und Stephen Mwangi NJERI, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Varese liegt, dem Ort, wo seit 2015 unsere Athleten in Italien untergebracht sind. Die Abendveranstaltung bot einen schnellen 5 Km Lauf. Den Sieg machten sich unsere beiden Athleten untereinander aus, bei dem Adams im Zielsprint die schnelleren Beine hatte. Nur 2 Sekunden trennten die beiden voneinander. Seine 14:22 waren auch die bislang schnellste Zeit auf dieser Strecke. Die 5 Km Distanz diente den beiden vor allem als zusätzliche Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen für die kommenden Bewerbe.

Ergebnisse Losa Experience

Photo Credit: Beppe Fierro, Podisti.Net

Euer run2gether Team

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…gab es am Sonntag in Italien und auch in Innsbruck. Auch sind wir euch noch ein Ergebnis vom Trailklassiker Mozart