Zwei absolute Highlights standen in Österreich und Italien am Programm. Seit den großartigen Marathonerfolgen des vergangenen Jahres, stand mit dem Vienna City Marathon schon der zweite Marathoneinsatz in diesem Jahr für unsere Athleten am Plan. In Italien starteten wir über den Klassiker in der Lombardei entlang des Lago d’Iseo. Bei beiden Veranstaltungen dürfen wir uns über tolle Leistungen unseres Teams freuen!

Vienna City Marathon

Große Hoffnungen unserer Athleten gingen dem Start in Wien voraus. Die erfolgreichen Marathons im Vorjahr brachten neue Energie in unser Marathonteam.
Für Charles Juma NDIEMA, der 2021 den Graz-Marathon in neuem Streckenrekord und persönlicher Bestzeit gewann, war es sein eigener Wunsch, in Wien an den Start zu gehen. Mit seiner PB von 2:10:43 konnte er sich einen Sieg zwar nicht ausrechnen, aber ein Spitzenplatz sollte es werden. Auch wollte er seine Bestzeit unterbieten. Dasselbe Ziel steckte sich auch unser zweiter Läufer Anderson Saitoti SEROI, Venedigsieger des vergangenen Jahres. Eine bisherige Bestzeit von 2:12:21 stand auf seinem Konto. Teresiah Kwamboka OMOSA komplettierte das run2gether Trio in Wien. Als unsere stärkste Athletin im Damenteam über die Langdistanzen konnte sie beim S7 Marathon im Mai 2021 eine Endzeit von 2:30:10 erreichen. Eine Verbesserung der Bestleistung war auch ihr definiertes Ziel.

Neben unseren Startern waren auch noch fünf weitere Athleten als Pacemaker im Einsatz. Eine stets heikle Aufgabe, denn das Tempo für Läufer zu machen, ohne Gelegenheit, dies im Vorfeld mit diesen trainieren zu können, ist durchaus als schwierig zu bezeichnen. So waren Philimon Kipkorir MARITIM und Martin Mumo MUSYOKA für eine Pace von 65 Minuten über den Halbmarathon und Simon Dudi EKIDOR für einen 66er Schnitt bei den Herren zuständig. Im Damenfeld unterstütze Simon Kamau NJERI die Damenspitze und Amos Kipkemboi BETT sollte das Tempo für die zweite Damengruppe und v.a. auch Teresiah machen.
Letztlich haben unsere fünf Pacer sehr gute Arbeit geleistet!

Pünktlich um 8.58 Uhr wurde der Marathon erstmals in der Geschichte von Bundespräsident Alexander van der Bellen gestartet. Schon nach wenigen Metern formten sich auf der Reichsbrücke die einzelnen Tempogruppen, Charles und Anderson reihten sich im großen Spitzenfeld ein. Auf den ersten Kilometern wurden Durchgangszeiten knapp unter 3 Minuten gelaufen, die Führungsgruppe mit 16/17 Athleten blieb sehr lange sehr kompakt zusammen. Bei den Versorgungsstellen wurde es in der großen Gruppe immer wieder eng und hektisch. Während sich Anderson mehr im hinteren Drittel des Feldes hielt, war Charles häufig direkt hinter den drei Tempomachern aus Kenia eingereiht.

Bis zum Halbmarathon änderte sich nichts an dieser Konstellation, für einen neuen Streckenrekord war das Tempo einen Tick zu langsam. Der aufkommende, böige Wind schien in dieser Phase aber noch keine wesentliche Rolle zu spielen. Nach ca. 25 Km musste Anderson dem doch hohen Tempo Tribut zollen und ließ die Gruppe ziehen. Charles fühlte sich weiterhin stark und konnte das Tempo gut mitgehen.

Vor der Wende am Ernst-Happelstadion, die 30 Km-Marke war gerade passiert, verließen die 3 kenianischen Pacemaker die Gruppe und sofort erhöhte sich das Tempo in der Spitzengruppe. Das Feld wurde schnell auseinandergerissen. Charles blieb aber mutig, versuchte, sein Tempo zu halten und kämpfte um das Podium. Auf den letzten 4 Km setzten sich drei Läufer ab und machten schließlich das Rennen unter sich aus. Für Charles wurde es der fantastische 4. Platz mit neuer persönlicher Bestleistung, crashte er seine Graz-Zeit doch um 2 ½ Minuten auf 2:08:12!
Anderson wurde auf den letzten 10 Km von hartnäckigem Seitenstechen geplagt und blieb weit hinter seinen Möglichkeiten. Er belegte den 15. Platz mit einer Endzeit von 2:20:24. Auch wenn eine Verbesserung auch für Teresiah (2:31:44) außer Reichweite blieb, belegte sie den ausgezeichneten 7. Platz im Damenfeld!

Ergebnisse VCM

Sarnico Lovere Run

Szenenwechsel nach Italien. Am Lago d’Iseo wurde zum Klassiker von Sarnico nach Lovere geladen. Die spektakuläre Strecke, an steil abfallenden Hängen immer am Seeufer entlang, zieht sich vom Start in Sarnico im Süden des Sees, bis zum nördlichen Ende nach Lovere über 25,25 Km und gilt als Frühlingsklassiker. Schon sehr oft durften wir hier schon mit guten Leistungen aufwarten.

Vincent Kimutai TOWETT und unser Neuzugang Robert Kiplangat YEGON sind vor ein paar Tagen in Mailand gelandet und stellten unser Team in der Lombardei. Für beide sollte diese malerische Strecke eine erfolgreiche werden. Vincent und Robert arbeiteten gut zusammen und gestalteten das Rennen von Beginn an. Auf den letzten Kilometern setzten sie sich vom Rest des Feldes ab. Robert hatte zum Schluss die schnelleren Beine und siegte 11 Sekunden vor seinem Teamkollegen Vincent. Ein ausgezeichneter Start im run2gether Dress für unser neues Mitglied Robert!

Ergebnisse Sarnico-Lovere

Wir gratulieren unseren erfolgreichen Athleten und allen Finishern!

Euer run2gether Team