Über 400 TeilnehmerInnen! Wow! Nach dem bereits sehr erfreulichen Start unserer virtuellen Laufserie vor 2 Wochen freuten wir uns riesig über einen weiteren Anstieg der Teilnehmerzahlen. Der wunderbare, länder- und kontinentübergreifende Spirit, zu dem ihr alle mit eurer Teilnahme beigetragen habt, bewirkt nicht nur eine noch bessere Unterstützung für unsere kenianischen Athleten, sondern motiviert denke ich uns alle sportlich aktiv zu bleiben.

Wie bei der ersten Challenge starteten unsere kenianischen Freunde Freitag früh in die Herausforderung 5km. Eine recht kurze, knackige, aber auch dementsprechend anstrengende Distanz. Die Leistungen waren sehr erfreulich und die Zeiten auf absolutem Weltklasseniveau. Einige Läufer profitierten zwar von einer „günstigen“ Streckenwahl, die überwiegende Mehrheit stellte aber auf durchwegs flachen und wettkampftauglichen Strecken ihre gute Form unter Beweis.

Bei den Damen gab es durch unsere Twins Caroline und Purity GITONGA einen Doppelsieg, gefolgt von der konstant starken Teresiah Kwamboka OMOSA. Für Caroline war es sicherlich besonders schön, am geplanten „Frauenlaufwochenende“ mit Gedanken an ihren Vorjahressieg eine starke Zeit über diese 5km zu erzielen. Bei den Herren setzte sich mit etwas Unterstützung durch das Streckenprofil ;-) Geoffrey Githuku CHEGE souverän durch. Auf den Plätzen dahinter drängten sich unsere absoluten Leistungsstützen der letzten Jahre: Joel, Elvis, Douglas, Charles und Philimon. Eine Dichte, die uns für die Zukunft sehr positiv stimmt.

Diesmal waren auch einige unserer hoffnungsvollen Nachwuchstalente der run2gether Athletics Academy am Start und trotzten den schwierigen Bedingungen um Kiambogo. Toll zu sehen, dass sie trotz Corona-Krise voll motiviert dem Training nachgehen und laufend Fortschritte machen.

Offizielle Ergebnisliste

 

Unter den besten Europäern zeigte sich ein ähnliches Bild wie schon über die 10km. Nick JÄGER siegte, diesmal allerdings sehr knapp gefolgt vom beeindruckend stark Laufenden Buolf NÄFF. Mit Christian ROBIN am 3. Platz kamen die Top 3 aus unterschiedlichen Ländern und unterstrichen die Internationalität unserer Laufserie.

Die europäische Damenkategorie war diesmal fest in österreichischer Hand. Ein Trio von jungen, höchst talentierten Läuferinnen platzierte sich am Podium. Julia Praxmarer vom LG Decker Itter (Tirol) siegte vor unserer Carina Reicht und der Grazerin Maya Walcher (beide werden übrigens von Roman Weger betreut).

Wie schon nach der ersten Challenge angekündigt, war diesmal ein großes Nachwuchsteam aus Premana / Italien am Start. Unsere Freundschaft zum Organisationsteam des Giir di Mont Berglaufklassikers besteht seit geraumer Zeit. Mit der Übernahme einer Patenschaft eines Kindes aus Kiambogo, einem persönlichen Besuch vor Ort in Kenia und der herzlichen Aufnahme und Einladung unserer Athleten zu den Bewerben in Premana unterstreichen Filippo und sein Team, das Laufen verbindet. Mille grazie!

Aufgrund der Tatsache, dass für kenianische Läufer derzeit keine Aussicht besteht, in den kommenden Wochen Visaanträge für Europa stellen zu können, mußten wir mittlerweile schweren Herzens unsere Sommer-Laufwochen absagen. Ein schwerer Schlag für uns, in finanzieller, aber vor allem auch menschlicher Hinsicht, da die gemeinsamen Sommerwochen Jahr für Jahr zu unserem ganz speziellen run2gether-Spirit beitragen. Derzeit arbeiten wir intensiv an den Vorbereitungen für virtuelle Laufwochen und haben die Hoffnung, für die eine oder andere gemeinsame Aktivität im Spätsommer oder Herbst noch nicht ganz aufgegeben.

Besonders erfreulich für uns ist daher auch die Teilnahme vieler ehemaliger Laufwochengäste an den Challenges. Besonders jene kenianische Athleten, die bereits seit vielen Jahren als Betreuer in den Sommermonaten fungieren, studieren die Ergebnisliste sehr genau und sind durch die Teilnahme ihrer ehemaligen „Schützlinge“ zusätzlich motiviert und happy. Was Insidern diesbezüglich auffällt: der kenianische Sieger Geoffrey Githuku CHEGE betreut bereits seit mehreren Jahren bei den Laufwochen Buolf NÄFF. Worauf lässt das schließen? ;-)

Die große Zahl an HobbyläuferInnen unter unseren TeilnehmerInnen freut uns und unterstreicht Spanne, die wir im Rahmen unseres Projektes versuchen abzudecken. Eine Spanne in Bezug aufs Alter, der Herkunft, aber eben auch der Leistung in puncto Laufen. Jede/r am Laufsport und der kenianischen Kultur Interessierte soll sich im Rahmen unserer Aktivitäten wohl und bestens betreut fühlen.

In knapp 2 Wochen wartet die 60 Minuten-Challenge auf uns alle. Dies bedeutet, dass es gilt binnen einer Stunde möglichst weit zu laufen. Lassen wir uns überraschen in welchem Bereich die zurückgelegten Distanzen liegen werden und bereiten wir uns vielleicht mit dem einen oder anderen etwas längeren Lauf gut darauf vor. Viel Spaß dabei wünscht Euch

Euer run2gether Team

PS: hier noch einige Videomitschnitte aus Kenia