3-fach Sieg am Bodensee – Platz 1, 2 und 3 in der Schweiz

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3-facher Triumph für run2gether beim Sparkassen-Marathon am Bodensee

Mit dem bestmöglichen Ergebnis für unsere Athleten und einem unglaublichen Marathondebüt von Francis Maina Ngare ging mit dem 3-Länder-Marathon in Bregenz eine tolle, stimmungsvolle Veranstaltung zu Ende.

Wenn sich über 6000 Läufer am Bodensee versammeln, dann hatte sich wohl auch der Wettergott vorgenommen das seinige zu einer gelungenen Veranstaltung beizutragen und lieferte entgegen dem angekündigten Regen eine Menge Sonne, um das Ambiente des Bodensees in vollem Glanze erscheinen zu lassen. Ob unsere Athleten bei ihrem Lauf allerdings viel von der schönen Landschaft mitbekommen haben ist wohl eher fraglich. Höchst motiviert und konzentriert gingen der Titelverteidiger Richard Bett, unser Debütant Francis Maina Ngare und Edwin Kipkorir als Pacemaker für die beiden, das Projekt Titelverteidigung an und ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Tag das Rennen bestimmen sollte. Selbstverständlich war dies jedoch in keinem Fall, da die Konkurrenz durchaus ernst zunehmen war und der Kenianer Francis Kiprop mit einer gemeldeten Bestzeit von 2:10 doch fast als Topfavorit gelten musste. Ohne sich jedoch von anderen das Rennen diktieren lassen zu wollen, starteten unsere drei Läufer in einem atemberaubenden Tempo und gingen die ersten Kilometer mit einer Pace von unter 3,03 min/km extrem schnell, vielleicht jedoch sogar ein wenig zu schnell an. Doch erreichten sie dadurch bereits nach 7 km ihr Ziel, Francis Kiprop in Schwierigkeiten zu bringen. Dieser musste deshalb bald komplett reißen lassen und fiel schnell zurück. Von nun ab zogen unsere drei Läufer unter dem Tempodiktat von Edwin einsam vorne weg.

Kurz hinter Bregenz, dann ein Schock. Vielleicht noch etwas unkonzentriert aufgrund der tollen Stimmung die im gerade durchlaufenen Festspielhaus am See herrschte, stürzte Francis Maina der Länge nach auf einer Schotterpassage. Glücklicherweise blieb er bis auf kleinere Schürfwunden unverletzt und konnte sich schnell wieder aufrappeln. In diesem Moment zeigten Richard und Edwin große Klasse und Teamgeist, indem sie auf ihrem Kollegen warteten und ihm dadurch halfen zur Normalität des Rennes und in seinen Rhytmus zurückzufinden.

Nach 25km hatte unser Edwin eigentlich seinen Job als Pacemaker erfolgreich absolviert und verabschiedete sich wie geplant von der Spitze. Doch anstatt gemütlich im Begleitauto Platz zu nehmen, verspürte er offenbar trotz des erst letzte Woche siegreichen 30km Rennes in Lugano noch Energie um weiterzulaufen. Vor allem wohl dadurch motiviert sich selber auch noch auf dem Treppchen zu platzieren, entschloss er das Rennen fortzusetzen was ihm dann mit einer Endzeit von 2,21,32 h und dem gewünschten Platz 3 auch erfolgreich gelang.

An der Spitze war nach 28km der Moment gekommen, an welchem der marathonerfahrene Richard unserem Debütanten erstmal auf den Zahn fühlen wollte. Dabei gelang es ihm auch schnell eine Lücke von gut 15 Sekunden zu reißen und von nun ab alleine vorne wegzulaufen. Doch hier sollte sich wiederum der große Kampfgeist von Francis Maina zeigen, der geduldig zuerst ein paar Kräfte sammelte und sich dann auf einer schwierigen, leicht ansteigenden Damm-Passage mit Gegenwind wieder an Richard heransaugen konnte. Dieser wollte sich natürlich eigentlich die Titelverteidigung nicht nehmen lassen und trotzdem er inzwischen von Magenproblemen geplagt war, setzte er sich bei Km 36 ein weiteres, vermeintlich letztes Mal entschlossen von Francis ab. Für alle überraschend sollte das aber nicht die Entscheidung gewesen sein und bei km 39 war Francis wieder zurück! Und nicht nur dass, anstatt sich anschließend im Windschatten auszuruhen, entschloss er sich direkt, das Rennen von vorne zu gestalten. Mit einer unglaublichen Pace von nun unter 3,00min/km, und frenetisch angefeuert von Tausenden von Zuschauern am Streckenrand lief er direkt an Richard vorbei, der dem Tempo nicht folgen konnte. Triumphal dann die letzten Meter im Bregenzer Stadion wo der Überraschungssieger vom Bodensee 2015 begeistert in Empfang genommen wurde und in 2,11,42 bei seinem Europa- und Marathondebüt finishte! What a great job Francis!!! Ein verheißungsvolles Rennen, das in der Zukunft auf Einiges hoffen lässt…

Wenig später, mit Krämpfen im Bauch und mit einer Zeit von 2,12,13 erreichte Richard Bett das Ziel! Ebenfalls eine absolut tolle Leistung vor der man nur den Hut ziehen kann. Vor allem wenn man bedenkt wie konstant er seit einiger Zeit seine Rennen läuft und regelmäßig Marathon in 2:12 h finisht! Dier Zeitpunkt, an der er die 2,10 Marke brechen wird, ist sehr, sehr nahe.

Will man einen kleinen Wehrmutstropfen an diesem Tag ausmachen, so mag es vielleicht dieser sein, dass der Streckenrekord nur um 24 Sekunden verpasst wurde… Dies hätte natürlich den totalen Triumph perfekt gemacht! Doch auch ohne den gibt es Anlass genug heute mehr als zufrieden zu sein und vermutlich hat sich Francis Maina den Rekord ja auch einfach nur für den 3-Länder-Marathon 2015 aufgespart…

 

Viola überrascht und siegt überlegen beim Murtenlauf!

Bereits seit Mitte August in Europa und zahlreiche Läufe in den Beinen, darunter die Berglauf WM mit Platz 5, überraschte unsere junge Viola beim Schweizer Laufklassiker vermutlich auch die Insider. Auf der stark kupierten Strecke mit vielen Höhenmetern von Murten nach Fribourg setzte sie sich bereits bei km 4 von den starken kenianischen Konkurrentinnen Cynthia Kosgei und unserer, nach den 30km von Lugano etwas müden Mary, ab und lief danach ein einsames und enorm starkes Rennen an der Spitze. Mit ihrer Siegerzeit unter 1 Stunde lief sie die 3. schnellste jemals gelaufene Zeit auf dieser Strecke. Impressive Viola! Über eine Verbesserung ihrer persönlichen Zeit wie schon in Lugano kann sich auch Mary WANJOHI freuen. Auch ist der 3. Platz mehr als zufriedenstellend in anbetracht der Belastungen der letzten Wochen.

Bei den Herren können wir trotz des sehr guten 2. Platzes von Benard leider nicht zufrieden sein. Sowohl er als auch Robert konnten aufgrund der Müdigkeit in den Beinen nach den letzten Läufen bei weitem nicht an ihre Normalform anschließen. Chancenlos gegen den neuen Streckenrekordhalter Kipyatich aus Kenia, mußten sie ihn bereits nach 3km ziehen lassen. Wer Benard kennt weiß, dass er dies unter normalen Umständen mit allen Mitteln zu verhindern versucht, diesmal mußte er aber eher ein taktisches Rennen bestreiten und den 2. Platz gegen den starken Neo-Schweizer Abraham Tadesse absichern. Dies gelang ihm und somit ist der 2. Platz eine durchaus beachtenswerte Leistung für den Vorjahressieger. Robert fühlte sich „kaputt“ und kämpfte sich aber tapfer auf Platz 6 ins Ziel.

Ergebnisse Damen

Ergebnisse Herren

Insgesamt wieder eine starke Vorstellung unserer LäuferInnen und vor allem die gute Stimmung im Team auch nach mehreren Wochen harter Wettkämpfe freut uns besonders!

Euer run2gether Team

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